Die Sattlerei Mileder Langenfeld

Gründung

Die Reitsportsattlerei MiLeder wurde von mir, Michèle Pohlmann, am 01.November 2019 in Langenfeld gegründet.

Weiterbildung

Die Ausbildung zum Reitsportsattler habe ich 2018 erfolgreich beendet und seitdem jeden Kurs am DIPO zum Pferdephysiotherapeuten belegt. Die Prüfung steht mir kommendes Jahr bevor.

Anatomische Passgenauigkeit

Die Weiterbildung als Pferdephysiotherapeut ist für mich unablässig, um meinen Kunden und deren Sportpartnern die nötige Kenntnis und anatomische Passgenauigkeit zu vermitteln, die sie brauchen, um diesen Sport weiterhin motiviert als Team ausüben zu können.
Mir ist es wichtig, die Anatomie nicht links liegen zu lassen, sondern sie direkt zu Beginn eines Satteltermins dem Kunden vor Augen zu führen. Dies geschieht durch mein fachliches Wissen, welches ich durch das Markieren bestimmter Stellen am Pferdekörper mit Kreide sichtbar mache. Der Kunde bekommt von mir alles erläutert und kann sehen, aber vorallem auch selber fühlen, wo die verschiedenen Punkte sitzen und was sie im Gesamturteil zu bedeuten haben. 

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Ein Praxisbeispiel

Ein gutes Beispiel zur Erläuterung der Anatomie ist ein bewegungsstarkes Dressurpony. In der Bewegung des Reitponys rotiert das Schulterblatt durch das Vor- und Zurücktreten der Vordergliedmaße rauf, runter, vor und zurück. Der Sattel muss dem Pony demnach genügend Platz an der Schulter geben, um das Durchrotieren ermöglichen zu können. Ponys sind allerdings meistens kurz und haben eine sehr kleine Sattelauflagefläche. Diese können wir im hinteren Bereich anhand der letzten Rippe, der 18. Rippe, und des ersten Lendenwirbels bestimmen. Die letzte Rippe, verläuft, wie jede andere Rippe auch, in einem Bogen zur Wirbelsäule hin und ist optisch zwischen Zwei Wirbelkörpern auf gehangen. Die 18. Rippe liegt zwischen dem 18. Brustwirbel und dem ersten Lendenwirbel. Den ersten Lendenwirbel erkennt man an seinem Dornfortsatzkopf, da dieser viel größer und länger ist, als der Kopf der Dornfortsätze der Brustwirbelsäule.
Ebenso ist es natürlich super wichtig, dass der Sattel hinter der Schulter liegt und auch liegen bleibt. Er darf auf keinen Fall auf die Schulter rutschen, denn dadurch blockiert das Pony in der Vorhand und auch im Rücken.
Nachdem ich alle wichtigen Punkte markiert und dem Kunden erläutert habe, wird nun nach dem optimalen Sattel geschaut. Bei Ponys stellt sich das meist etwas schwieriger heraus, da sie nicht allzu viel Schulter und Widerrist mitbringen, der Schwerpunkt im Rücken weiter vorne ist und der Sattel deshalb schnell nach vorne rutschen kann. Eine kleine Sattelauflagefläche des Pferderückens bedeutet demnach auch ein kurzer Sattel.

Ich selber nehme Sättel in Kommission, welche ich bei Bedarf zum Satteltermin mitbringen und gemeinsam ausprobiert werden können.

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Fern ab von den Sätteln ist es mir persönlich sehr wichtig, dass auch die restliche Ausrüstung optimal zum Pferd passt. Da gäbe es noch die Zäumung bzw. Trense. Dort sind auch wieder viele Punkte auf die man als Pferdebesitzer wirklich achten sollte. Denn schließlich kann eine ungenügend passende Ausrüstung dem Pferd erhebliche Schmerzen und Schäden zufügen und so die Arbeitsmoral/Arbeitseinstellung enorm verschlechtern oder gar verweigern. Ich habe es mir also auch zur Aufgabe gemacht meinen eigenen Zaum zu fertigen, der dem Pferd vollste Freiheiten am Genick, am Kiefergelenk, am Jochbein, so wie an den Unterkieferästen verspricht. Ich gebe meinen Vierbeinigen Kunden eine größere Auflagefläche im Genick, um eine optimale Druckverteilung gewährleisten zu können. Das Jochbein und das Kiefergelenk werden durch mein speziell konzipiertes, auf Maß angefertigtes Genickstück soweit geschont, dass die Lederriemen fern ab von jeder Knochenkollision sind. Ebenfalls enthält meine Zäumung einen breiten Nasenriemen mit einem dicken Kinnpolster, um auch dort den Druck wieder angemessen zu verteilen. Die ersten Zäumungen haben sich bereits bewährt und die nächsten Aufträge sind auch schon in Bearbeitung. Bleibt gespannt – Fotos folgen!
Sattelanpassungen und Anfertigungen jeglicher Art werden von mir persönlich in meiner Werkstatt bearbeitet. Kein Dritter wird in diese Beziehung mit hinein gebracht, demnach können Sie mir und meiner Arbeit Ihr vollstes Vertrauen schenken.

Meine Ziele

Ich möchte meinen Kunden das Thema Anatomie, Rücksicht und Einsicht näher bringen. WIR Reiter müssen uns mehr Gedanken rund um unsere geliebten Vierbeiner machen. Vor allem, natürlich was den Sattel und den körperlichen Zustand unserer Pferde angeht. Fast alle Pferdemenschen, die ich kenne, besitzen ein Pferd, welches von Ihnen geritten wurde/wird. Dazu benötigt man, um dem Rücken zu schonen, eine geeignete Auflage. Eigentlich ist es immer Sättel aus dem englischen- bzw. dem Westernbereich. Ein Nicht- oder ungenügend passender Sattel kann extreme Beschwerden hervorrufen! Seien es Atrophien am langen Rückenmuskel durch eine schlechte Polsterung der Sattelkissen oder ein verkippter Sattelschwerpunkt; starke schmerzhafte Verspannungen im Halsmuskelbereich (Unterhals), welche durch eine Kompensation der fehlenden Muskulatur im Schulterbereich der Sattelauflagefläche und vom Durchhängen des Brustbeines kommen können. Klemmt der Sattel durch eine zu enge Kopfeisenstellung oder ein Vorrutschen hinter dem Schulterblatt des Pferdes, so kann es im schlimmsten Fall zu Knorpelschäden, aber auch Lahmheiten und Sehnenschäden kommen.

Hängt der Sattel durch oben genannte Gründe dem Pferd auf oder an der Schulter, so versucht dieses seine Schritte so minimal wie nur klein wie nur möglich zu setzen. Am oberen Rand der Scapula (Schulterblatt) ist ein dicker, empfindlicher Knorpelrand, welcher sich durch zu hohen konstanten Druck schmerzhaft verändern kann. Durch das Verkleinern der Schritte und Tritte der Vorhand, verkleinern sich auch die der Hinterhand und ein ‚unter den Schwerpunkt treten‘ wird nicht gewährleistet. Der Rücken versucht dem Druck zu weichen und das Pferd lässt den Brustkorb sinken. Dieser ist bekanntlich nur durch Muskeln, Fasern und Sehnen zwischen den beiden Schulterblättern aufgehangen und nicht Knöchern verbunden, was für uns Reiter bedeutet, das Pferd mehr auf die Hinterhand zu bekommen, es zu animieren seine Bauchmuskulatur anzuspannen und das Brustbein zu heben und sich selber zu tragen. Dadurch hebt sich der gesamte Widerrist an, der Rücken “öffnet sich” und gibt der Muskulatur hinter der Schulter die Möglichkeit den Sattel optimal zu stützen. Denn, es ist beim Pferd genauso, wie beim Menschen:
der Bauch trägt den Rücken.
Die gesamte Last des Reiters und Rumpfes hängt also wie oben beschrieben auf der Vorhand des Pferdes. Nach vielen Stunden in diesem Zustand wird es für das Pferd sehr schmerzhaft werden, denn durch mangelndes Untertreten, drückt es natürlich den Rücken weg und die Muskulatur verspannt sich. Damit das Pferd nicht vorne komplett in den Boden fällt, versucht es durch vermehrtes Heben des Kopfes die Vorhand oben zu halten. Dadurch entsteht dann gerne ein Unterhals.
In den schlimmsten Fällen lässt das Pferd sein Brustbein zwischen den Schulterblättern durchhängen und der gesamte Rumpf senkt sich. Dies ähnelt dann einem ‚Überbauten Pferd‘. Es entsteht eine erhöhte Belastung auf den Vorderbeinen. Entzündungen können entstehen, genau wie Überlastungen und auch Schäden. Ein Pferd aus diesem Zustand heraus zu bekommen, benötigt viel Verständnis, Geduld und Einfühlsamkeit seitens des Reiters. Das Reiten steht dann definitiv nicht an erster Stelle!

Es gibt viele Anzeichen eines schmerzverzerrten Pferdes. Anfängliches vermehrtes Schweifschlagen, oder Kopfschütteln. Weiter geht’s mit Lahmheiten oder Taktunreinheiten. Sattelzwang ist sehr häufig verbreitet. Zähneknirschen oder auch ein einfaches Ohren anlegen des Pferdes bedeutet für uns schon, dass etwas nicht in Ordnung ist. Nach dem Schenkel treten oder ein klares Ungehorsam kommt auch gerne vor.
Am Rücken kann man Schmerz durch verhärtete Muskulatur in der Sattellage, im Lendenbereich oder aber auch in der Zwischenrippenmuskulatur feststellen. Druckstellen oder aber auch Überempfindlichkeit beim Putzen oder beim einfachen Druck ausüben gehören auch dazu. In solchen Fällen ist es ratsam den Sattler und anschließend einen Therapeuten kommen zu lassen. Der Pferdebesitzer/Reiter verpflichtet sich beim Unterschreiben eines Kaufvertrages oder eines Reitbeteiligungsvertrages dazu, sich um sein Pferd zu kümmern. Dazu gehören neben dem Muskulaturaufbau auch Dehnübungen, Massagen oder die einfache Achtsamkeit, um die Motivation, Lebenslust, aber vor allem die Gesundheit unseres Vierbeinigen Partners zu erhalten.

Denn glückliche und gesunde Pferde sind das Wichtigste für uns Reiter!

 

 

Kurze Preisinformation

Meine Preise variieren je nach Aufgabenbereich und Arbeitsaufwand.
Preise zur Sattelanpassung werde ich nur auf Nachfrage heraus geben. Ich bitte um Verständnis.

Allgemeine Preise:

  • Ich berechne eine Anfahrt in Höhe von 1 Euro pro gefahrenem Kilometer.
  • Sollte an Ihrem Sattel keine Änderung vorgenommen werden, berechne ich nur für die Beratung eine Pauschale von 35 Euro.
  • Zum Satteltermin nehme ich auf Wunsch und Absprache auch gerne Verkaufssättel (Kommissionssättel) mit. Sollte von diesen Sätteln, nach Auflegen und Probereiten, keiner Zusagen oder Passen, berechne ich eine Pauschale von 70 Euro. Diese Gebühr entfällt wiederum bei Kauf eines Sattels bei mir.

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